Ghana
GhanaHauptstadt: Accra
Fläche: 238.537 km2
Einwohnerzahl: 20,5 Millionen
Lebenserwartung: 56,7 Jahre
Ghana im Überblick
Wissenswertes über die Republik Ghana
Kontinent: Afrika
Hauptstadt: Accra
Staatsform: Präsidialrepublik (im Commonwealth)
Amtssprache: Englisch
Währung: 1 Cedi (GHS) = 100 Pesewas
Einwohner: 22.409.572 (geschätzt 2006)
Bevölkerungsdichte: 94 je km²
Fläche: 238.540,00 km²
Zeitzone: MEZ - 1 Stunde
Klima: Tropisch; heiß und feucht im Südwesten; heiß und trocken im Norden
Grenzländer: Burkina Faso, Elfenbeinküste, Togo
Wissenswertes über Ghana:
Die westafrikanische Republik Ghana liegt am Golf von Guinea und teilt Grenzen mit Togo, Burkina Faso und der Republik Elfenbeinküste.
Ghanas Landschaften werden von ausgedehnten tropischen Regenwäldern, großen Gras- oder Baumsavannen und kleineren Bergketten, wie dem Hochland von Ashanti geprägt.
Das größte Trinkwasserreservat ist der gewaltige Voltara- Stausee im Südosten des Landes. Er ist ein wichtiger Lebensraum für eine artenreiche Pflanzen- und Tierwelt.
Die größten Städte Ghanas liegen im Süden, an der Atlantikküste. Ihr Zentrum ist die Hauptstadt Accra, um die sich die „Greater Accra Region“, die bedeutendste Wirtschaftszone des Landes, ausbreitet.
Aufgrund seiner reizvollen Naturräume, den schönen Stränden und einer beeindruckenden Kultur, wird Ghana immer mehr für Reisende interessant.
Zu den schönsten Zielen gehören u.a. der Mole-Nationalpark, die ehemalige Ashanti-Hauptstadt Kumasi und die Küstenregion mit vielen Kolonialbauten. Der Voltara See wird vorwiegend von Wassersportlern, Anglern und Trekking-Urlaubern besucht.
Bevölkerungszahl
Ghana hat etwa 21 Millionen Einwohner.
Ethnische Zusammensetzung
Die Bevölkerung Ghanas setzt sich aus verschiedenen afrikanischen Stämmen zusammen, vor allem Kwa-Gruppen, Gur-Gruppen, Mande, Haussa und Fulbe.
Religionszugehörigkeit
Etwa 30% der Einwohner sind christlich, ca. 30% Muslime und 40% sind Anhänger von Naturreligionen.
Landessprache
Die Amtssprache von Ghana ist Englisch.
Umgangssprachen sind verschiedene afrikanische Sprachen, vor allem Akan-Sprachen (u.a. Twi, Fanti), Ewe, Ga, Haussa und ca. 40 weitere Sprachen und Dialekte
Die Hauptstadt von Ghana ist seit dem Jahr 1877 Accra mit einer Einwohnerzahl von ca. 1,9 Millionen - in der Metropolregion ca. 3 Mio..
Weitere Städte sind:
- Kumasi mit rund 1,5 Mio. Einwohnern
- Tamale mit rund 360.000 Einwohnern
- Tema mit rund 350.000 Einwohnern
- Sekondi-Takoradi mit rund 150.000 Einwohnern.
- Cape Coast mit rund 145.000 Einwohnern
Wissenswertes: Ghana ist eines der ärmsten Länder der Welt. Nur 75 Prozent der Bevölkerung haben die Möglichkeit, sauberes Trinkwasser zu nutzen. Rund 42 Prozent der Ghanaer können weder lesen noch schreiben
Die Ghanaer haben einen speziellen Händedruck. Man drückt sich kurz die Hand und fährt dann mit der Innenfläche bis zu den Fingerspitzen und macht ein Schnippgeräusch. Ist cool wenn man es kann.
Ghanaer freuen sich sehr, wenn man nach ein paar Tagen, „Guten Tag“ oder „Wie geht‘s“ in der Stammessprache sagen kann. Für Beispiele gibt es aber zu viele Stammessprachen, die wichtigsten sind Twi, Fanti, Ewe und Ga. Englisch sprechen aber (fast) alle.
Es ist auf jeden Fall zu empfehlen, sich genügend Baumwolltaschentücher mitzunehmen, um sich die Schweißperlen abwischen zu können. Ghanaer finden es sehr unschön, wenn man verschwitzt aussieht.
Es ist generell auf saubere Kleidung zu achten. Wenn Du mal mit den Händen essen warst, ist es ratsam, ein Wechselhemd dabei zu haben, falls man noch im Anschluss noch Leute treffen möchte.
Sonntags ist fast alles geschlossen. Dann ist nämlich Gottesdienst
Geld/Währung
In Ghana gilt der neue Ghana Cedi (GHC). Auch 2 Jahre nach der Einführung rechnen die Ghanaer immer noch mit der alten Währung. Der Umrechnungskurs zum alten Cedi ist 1:10.000. Kreditkarten (Visa, Mastercard) werden in vielen Hotels, aber kaum in Geschäften akzeptiert. Die vorherrschende Bank ist die englische Barclays Bank. Western Union ist überall vorhanden.
Auto & Verkehr
In Ghana wird rechts gefahren. Allerdings ist es auf keinen Fall empfehlenswert, selbst zu fahren. Ohnehin wird der internationale Führerschein nicht so ohne Weiteres anerkannt.
In den Städten, besonders in Accra, werdet Ihr selten eine Ahnung haben, wo Ihr gerade herumfahrt, weil es nur wenige Straßennamen und erst recht kein Navigationssystem gibt. Und bei der Verkehrsdichte sind kleine Rempler schon vorprogrammiert.
Im Norden gibt es häufiger nur Schotterpisten. Generell sind hier die Orientierung und das Vorwärtskommen schwieriger.
Innerhalb der Städte und Dörfer haben sich drei Transportmittel, das Taxi, das Trotro und der Bus durchgesetzt. In Accra gibt es auch kleine Motorradtaxis, die allerdings -genauso wie das Trampen übrigens- zum Reisen nicht empfohlen werden.
Die Preise für Fahrten mit dem Taxi sind meist die teuersten. Sie sollten VOR dem Einsteigen mit dem Taxifahrer verhandelt werden. Insbesondere für Farten vom oder zum Flughafen werden teils horrende Summen verlangt. Tipp hier: von Freunden abholen lassen. Es kann auch passieren, dass der Fahrer das Ziel nicht kennt. Will er den Gast dennoch transportieren, steigt in diesen Fällen der Fahrpreis weit über den üblichen Preis. In dem Fall sollte man zu einem ortskundigen Fahrer wechseln.
Trotros sind kleine Vans für 10 bis 15 Personen. Sie sind, wie man sich leicht denken kann, nicht so bequem wie Taxis, aber dafür um Einiges billiger. Das Geld sollte passend parat liegen. Trotros fahren nur bestimmte Strecken ab. Wohin die Reise geht, erfährt man vom “Mate”, der auch das Geld für die Fahrt einsammelt. Dieser ruft das Ziel der Strecke (beispielsweise “Circle Circle Circle” für das Zentrum in Accra) aus dem Van heraus, oder signalisiert es per Handzeichen (das Zeichen für den “Circle” in Accra beispielsweise ist der rechte nach unten zeigende und kreisende Zeigefinger) . Die Farbe der Linie auf dem Bus gibt auch Aufschluss über die Strecke. Will man wieder aussteigen, kann man das an jeder beliebigen Stelle mit den Worten “Bus Stop” tun.
Das Land besitzt ein für ein westafrikanisches Land gut ausgebautes Verkehrsnetz, mit allen bekannten Verkehrsmitteln.
Das Straßennetz wird hauptsächlich von privaten Pkw, und Trotros (dem Massenverkehrsmittel Kleinbus) aber auch Bussen und Lkw befahren, seltener von Zweirädern. Auch in den Städten sind Fahrräder trotz der hohen Kosten für Kraftstoffe selten zu finden. Fahrräder haben jedoch in den nördlichen Gebieten eine weite Verbreitung gefunden.
In den letzten Jahren waren die Straßen in den Städten und der Hauptverkehrsstraßen häufig zu den Stoßzeiten völlig überlastet. Der weit überwiegende Teil der PKW besteht aus alten, in Europa und Amerika bereits ausrangierten, Gebrauchtwagen. Mehrere Gesellschaften (z.B. STC) bieten Transitfahrten in die größten Städte des Landes in relativ modernen Überlandbussen an. Allerdings ist auch hier mit Ausfällen zu rechnen, da die Zahl der Busse den derzeitigen Anforderungen nicht genügt.
Immer noch ist für die Masse der Bevölkerung der Kleinbus (Trotro) das Hauptverkehrsmittel. Diese Trotros fassen zwölf bis 35 Personen und kommen in allen Formen und Farben vor. Oft wird das Fahrzeug von einem Wahlspruch vorne auf der Windschutzscheibe oder am Heck geschmückt, der häufig religiösen Charakter hat oder einfach nur der Name des Fahrzeugs ist. Trotros sind innerstädtisches Verkehrsmittel, befahren aber auch Überlandrouten. Beinahe jedes Dorf ist mit Trotros wenigstens einmal am Tag zu erreichen. Auch Routen in die Nachbarländer werden befahren. Trotros haben Sammelpunkte innerhalb der Städte und es gibt über das ganze Land verteilt Umsteigepunkte. Ein Trotro startet nur, wenn alle Plätze besetzt sind. Über die Fahrtroute verteilt haben Trotros in der Regel keine weiteren festen Haltestellen. Jeder der Einsteigen will, gibt dem Fahrer ein Zeichen und wird bei freien Plätzen mitgenommen.
Individuelle Massenverkehrsmittel sind auch die zahlreichen Taxis, zu erkennen an den orange beklebten oder lackierten Kotflügeln, die fast ausschließlich in den Städten vorkommen, aber auch Überlandfahrten machen, wenn dieses individuell vereinbart wird.
Verschiedene Mietwagenanbieter sind überwiegend in Hotels vertreten, jedes Taxi kann auch mitsamt Fahrer als Mietwagen genutzt werden, soweit mit dem Fahrer ein akzeptabler Preis ausgehandelt ist.
Die Unfallgefahr ist wegen technischer Mängel vieler Fahrzeuge und wegen der unzureichenden Ausbildung vieler Fahrer sehr hoch. Erste-Hilfe-Ausstattung ist angebracht, bei längeren Fahrten sollte man sich einen Fahrer nehmen. Von Nachtfahrten ist abzuraten!
Telekommunikation
Übersicht zur Telekommunikation
Telefonanschlüsse gesamt (2004) 313.300
Mobiltelefone gesamt (2008) 10.242.916
Fernsehgeräte gesamt 2.670.000
Rundfunkgeräte gesamt 12.500.000
Computer gesamt 94.000
Internetnutzer gesamt (2005) 368.000
Die Verbreitung von Telekommunikation und Computern ist noch von einem starken Stadt-Land-Gefälle geprägt. In den Städten wie auf dem Land existieren öffentliche Internetcafés. Der private Internetanschluss ist auch in der Stadt selten. Die meisten Firmen haben wenigstens einen Internetzugang und sind in den Städten mit Computern ausgerüstet.
Häufig sieht man in den Straßen immer noch kleine Holzhäuser, in denen ein öffentlicher Telefonanschluss verlegt ist und ein Betreiber beinahe Tag und Nacht gegen Entgelt anbietet, Verbindungen herzustellen oder Anrufe entgegenzunehmen. Dabei handelt es sich meist nicht um einen Münzfernsprecher, sondern um ein normales Telefon, für dessen Benutzung das Entgelt nach Dauer fällig wird. In der Regel sind von diesen Telefonbuden nur nationale Gespräche ins Mobil- oder Festnetz möglich, doch es gibt auch flächendeckend diese Telefonhäuschen mit internationalem Anschluss. Auch zahlreiche Münzfernsprecher sind in den Städten zu finden.
Ein Mobilfunknetz besteht in Ghana seit 1992, als die Mobitel mit dem Betrieb eines entsprechenden Netzes begann. Bis 1997 wurden die Basis-Dienste für die Telekommunikation von der Staatsmonopolgesellschaft Ghana Posts and Telecom Corporation (GPTC) zur Verfügung gestellt. Im Jahre 1995 wurde in Ghana ein Kommunikationsgesetz verabschiedet, was den Weg ebnete, Anfang 1997 ein neues duopoliges Festnetz einzurichten. Gleichzeitig wurde 1995 ein zweiter Operator zugelassen, die ACG (inzwischen Westel Telecom). Einige Jahre später erfolgte der Zusammenschluss zwischen Celtel Ghana und Scancom als Antwort auf diese beiden Konkurrenzunternehmen. Ghana Telecom und Westel waren damals vom Staat ermächtigt worden, Mobilfunkservices einzurichten, die erstmalig zwischen Ende 1999 und Anfang 2000 als Dienstleistung angeboten wurden. Inzwischen wurde die GPTC (mittlerweile in Ghana Telecom umbenannt) privatisiert, den Hauptanteil mit 30% der Anteile hielt im Jahre 2000 die Telecom Malaysia (G-Com of Malaysia). Beide Operatoren besaßen im Jahre 2000 20-Jahres-Lizenzen für die wichtigsten Telefon-Dienstleistungen. Die Onetouch ist eine Mobilfunksparte von Ghana Telecom, die von Areeba Ghana (ehemals Spacefon) angeboten wird. Die nationalen undinternationalen Verbindungen werden von der GS Telecom Ghana realisiert, die ein Ableger der kanadischen GS Telecom ist.
Festnetz-Telefonie ist in den urbanen Bereichen des südlichen Ghanas so gut wie flächendeckend möglich, hier bestehen seit Februar 1997 Telekommunikationsangebote von der Capital Telecom, einer 1994 gegründeten Gesellschaft, die sich vollständig im Staatsbesitz befindet. Der Telekommunikationssektor Ghanas wird von der 1996 gegründeten National Communications Authority reguliert.
Internet-Provider waren im Jahre 2000 in Ghana Network Computersystems (NCS), Africa Online und Internet Ghana Limited. Die Internetbenutzung wird vor allem an den Universitäten und von der jüngeren Generation betrieben.
5.8 Telekom- munikation und Internet
Die Netzabdeckung der Mobilfunkprovider in Ghana ist relativ hoch, so dass Sie fast überall in Ghana telefonieren können.
Wenn Sie nicht in Ghana ein Mobiltelefon kaufen wollen, dann empfiehlt es sich, ihr eigenes Mobiltelefon mit einer Prepaid-Karte eines örtlichen Anbieters auszustatten.
In allen Städten Ghanas gibt es heute Internetcafes. Die Qualität der Verbindung ist unterschiedlich, Unterbrechungen durch Stromausfälle müssen in Kauf genommen werden.
Die Kriminalität in Ghana ist nicht mit der Kriminalität in den Großstädten des südlichen Afrika oder Lateinamerika vergleichbar. Wichtig ist die Anstellung eines Wächters und die Aufzeichnung der Telefonnummern der Polizei, die sich zur Zeit noch örtlich unterscheiden
Geld und Geldtransfer
Die Reisenden sollten in der ersten Zeit über eine ausreichende Menge Bargeld oder Traveller-Cheques verfügen. Beides kann bei den Banken gewechselt werden. Günstiger sind jedoch die in allen Großstädten befindlichen FOREX-Büros, deren Kurse im Allgemeinen täglich neu festgelegt werden und die auf großen Schildern Büros erkennbar sind.
Bei längerem Aufenthalt empfiehlt es sich zuvor, herauszufinden, ob die eigene deutsche Hausbank eine Kontaktbank in Ghana hat. Bei dieser eröffnet man ein Konto und lässt sich das Geld überweisen.
Für dringenden Bedarf ist in beiden Richtungen nach wie vor die Western Union von Nutzen.
Der Internet- oder Vorauszahlungbetrug ist ein kriminelles Geschäftsmodell, das in letzten Jahren vermehrt auch von Ghana aus betrieben wird. Die Täter versenden Emails und suchen Internetbekanntschaften, die unter allerlei wirtschaftlichen oder humanitären Vorwänden aber auch durch das Vorgaukeln von Gefühlen finanziell ausgenommen werden solle
Frauen nehmen in der ghanaischen Kultur eine selbstbewusste prägende Stellung ein. Über 80 % der ghanaischen Frauen sind neben ihrer eher traditionellen Rolle in den Familien erfolgreich beruflich tätig. Nicht selten haben sich Frauen als Händlerinnen, Näherinnen oder Köchinnen einer der vielen Straßenküchen ihre wirtschaftliche Selbstständigkeit erarbeitet.


Suche
Login
Registrieren
Gästebuch